Klassik-HIghlights September 2022...und ein Neuzugang!

06. September 2022

Rubrik Oper

Ein bisschen stiller ist es bei mir im September geworden. Und das lag nicht daran, dass ich dem Herbst-Blues erlegen war oder dem scheidenden Sommer apathisch hinterhertrauern musste. Gott bewahre. Ich hatte schlicht und ergreifend alle Hände voll zu tun mit einem Projekt, von dem ich mir noch vor genau drei Monaten nicht hätte erträumen lassen, dass es schon ganz bald Realität werden würde.

 

Wovon ich spreche?

 

Von einem, ja von meinem Herzensprojekt! Nicht das mein Opernblog mir nun gar nicht am Herzen läge. Ganz im Gegenteil. Mein Blog ist das Herzstück meiner ganzen Arbeit, der ich nunmehr seit fast zwei Jahren intensiv und mit viel Hingabe zum Sujet nachgehe.

 

Doch irgendwie wollte mein kreativer Faden weiterlaufen, sich fortentwickeln, bloß nicht stehen bleiben und in dem vorgegebenen Blogformat verharren, sondern transparenter und eindeutiger werden. Oder wie es die Social Media Strategen benennen würden: sich positionieren.

 

Also entwickelte ich ein Konzept für eine Opernzeitschrift, die nicht von Fachexperten für Fachexperten geschrieben sein sollte, sondern für die reguläre Operngängerin,  leidenschaftliche Opernliebhaberin, Neueinsteigerin oder Gelegenheitsbesucherin der ein oder anderen Opernaufführung.

 

Dabei wurde mir klar, allein um Opern- und Konzertrezensionen kann es sich in meiner Zeitschrift nicht drehen, denn sie sollte schließlich für Frauen konzipiert sein, die mit dem Opernerlebnis ganz offensichtlich einen Lifestyle leben, der weit über den eigentlichen Opernbesuch hinausgeht.

 

Eine Zeitschrift also, die sowohl fachliche Themen leicht dosiert auf das Parkett der Unterhaltung bringt als auch unvergleichliche Genussmomente zelebriert, die vor, während und insbesondere nach einer Opern- oder Konzertaufführung zum Zug kommen.

 

Was das "en détail" so ganz konkret für die erste Ausgabe meines E-Paper-Magazins bedeutet, verrate ich an dieser Stelle noch nicht. Schließlich soll der Inhalt des Pakets eine Überraschung bleiben, die ich erst lüften werde, sobald die 100 Seiten Oper, Genuss und Lifestyle den Weg zu ihren Leserinnen gefunden haben.

 

Nur eines möchte ich an dieser Stelle doch noch erwähnen: Es braucht Menschen, die an eine neue Idee glauben, damit sie reifen und erblühen kann. Vieles, was ich mit meinem Blog, den Ideen und Inhalten ganz im Alleingang gestemmt habe, wäre ganz ohne die mentale Unterstützung der Menschen, die mich von Anfang an mit Enthusiasmus in meinem Vorankommen befeuert haben, nicht möglich gewesen.

 

Dafür bin ich sehr, sehr dankbar. Ganz besonderer Dank gilt dabei der Sopranistin Nikola Hillebrand, die sich auf dem Cover meiner ersten Ausgabe verewigt wissen darf. Durch die großartige Chance auf ein Interview mit dieser charismatischen Sängerdarstellerin wurde mir überhaupt erst bewusst, dass der roten Faden meines Blogs noch lange nicht zu Ende gesponnen war.

 

Freuen Sie sich nun auf die erste Ausgabe von Operaversum Magazin, die demnächst als E-Paper hier auf meinem Blog erscheint und auf allen mobilen Geräten abgerufen werden kann.

 

Bis dahin viel Spaß beim Rückblick auf einen überschaubaren Konzert-September, der es mit Weltstars wie Sir Antonio Pappano, Igor Levit, Fatma Said, Jonas Kaufmann, Rachel Willis-Sørensen sowie einem Interview mit der Brand Managerin und Sopranistin Olivia Kahler dennoch ganz schön in sich hatte.


©Wilfried Hösl / Bayerische Staatsoper

Jonas Kaufmann als Peter Grimes an der Bayerischen Staatsoper

Wie lebt es sich, wenn man als kauziger, verschroben andersartiger Mensch in einer Gemeinde sein Dasein fristen muss, die sich bigott in ihrer kleinen spießbürgerlichen Welt...

 



©Nicole Hacke / Operaversum

Turban trifft auf Attitüde: Tribbe Hats by Blanka

Für gewisse Dinge im Leben braucht es nichts anderes als Stil und eine Prise Attitüde. Nur sind diese Dinge nicht mal so über Nacht zu erlernen. Man hat beide entweder gleich mit der Muttermilch aufgesogen oder sie bleiben einem ein ganzes Leben lang verwehrt.

 



©Michael Pöhn / Wiener Staatsoper

Femme Fatale Carmen an der Wiener Staatsoper mit Elīna Garanča und Piotr Bezcala

Es ist eine alte Geschichte, doch bleibt sie ewig neu. Eine Femme fatale namens Carmen bezirzt die Männerwelt, spielt mit dem Feuer und riskiert, dass ganz am Ende sie selbst in ihr eigenes fatales Unglück stürzt. Fernab der pseudospanischen Märchenwelt und ohne das pittoreske Tamtam...

 



©James Bort

Fatma Saids kaleidoskopisch geniale CD-Einspielung

Als Kind spielte ich manchmal stundenlang mit einem Kaleidoskop, das mir meine Eltern irgendwann einmal zum Geburtstag geschenkt hatten. Wie besessen war ich von den vielen bunten Farben und den unterschiedlich symmetrischen Mustergebilden...

 



©Olivia Kahler

In conversation with Olivia Kahler: Opera singer and shining star behind the artists

Olivia Kahler is indeed the shining star behind the artists, as she enlightens an important sector of the classical music industry, that has been missing for quite a while.

 



©Malin Hocke / Elbphilharmonie Hamburg

Sir Antonio Pappano und Igor Levit erobern die Elbphilharmonie

Das mir je ein Abend in der Elbphilharmonie so eindrücklich und unauslöschbar im Gedächtnis verhaftet bleiben würde, hätte ich nie zu träumen gewagt. Zwei Ausnahmekünstler...

 



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